Mit Mut und Beharrlichkeit die Korruption bekämpfen

Sascha Müller, Raumplaner

Sascha Mueller
Die indigene Bevölkerung der beiden Bergprovinzen Ifugao und Mountain Provinz im Norden der Philippinen lebt vorwiegend als Selbstversorger. Für sie ist Landbesitz ein Fremdwort. Land ist etwas, dass sie eine Zeit lang nutzen dürfen, und dann ihren Kindern weitergeben. Jedoch kein Eigentum. Die Rechte der Indigenen sind offiziell auf den Philippinen gut geschützt. So müssen sie sich beispielsweise einverstanden erklären, wenn etwa ein Staudammprojekt ihr Gebiet betrifft.
Aufgrund eines neuen Gesetzes zur Förderung von erneuerbaren Energien, sind in den wasserreichen Hochländern viele neue Wasserkraftwerke geplant. In Kontakt mit internationalen Unternehmen ist die indigene Bevölkerung oftmals überfordert. Bäuerinnen und Bauern wissen nicht was ihnen zusteht. Hinzu kommen wenig ausgebildete Beamten und verbreitete Korruption.
Die COMUNDO-Fachperson Sascha Müller klärt die indigene Bevölkerung über ihre Rechte auf. Der Raumplaner prüft und erklärt Dokumente und Baupläne, die für die Einheimischen oft nicht verständlich sind.

Die Partnerorganisation vor Ort: Social Action and Development Center (SADC)
Das SADC wurde vor rund 20 Jahren von der Kirche (Apostolisches Vikariat Bontoc-Lagawe) gegründet. Mittlerweile ist es aber eine staatlich akkreditierte und rein indigene NGO.

Ziel des Projekteinsatzes:
Korruptionsbekämpfung durch die Überwachung von Bauprojekten und die Ausbildung von Freiwilligen.

Eckdaten des Einsatzes

Dauer: 1.9.2011 - 31.8.2019

Partnerorganisation: Bistum Bontoc-Lagawe

Bereich: Demokratie und Frieden

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