Aufbruch ins HOPLAA-Praktikum mit COMUNDO

Für sechs junge Frauen beginnt demnächst eine aufregende Zeit: Sie reisen für ein dreimonatiges Praktikum mit COMUNDO nach Sambia, Peru und Bolivien. Vor Ort begleiten sie Einsatzleistende von COMUNDO bei ihrer täglichen Arbeit und erhalten direkten Einblick in ein Projekt der Personellen Entwicklungszusammenarbeit.

Salome Berz, Aline Frei, Lisa Bochsler, Leonie Gerig und Nora Waldispühl (Personen v.l.n.r.) freuen sich auf ihre Praktikas in Sambia, Peru und Bolivien (auf dem Bild fehlt Kerstin Leuenberger). Bild: Marcel Kaufmann, COMUNDO

Den Horizont erweitern, fremde Kulturen kennenlernen und sich mit den eigenen Wertvorstellungen auseinandersetzen, darauf freuen sich die jungen Frauen, die demnächst mit COMUNDO in ein HOPLAA-Praktikum aufbrechen. So z.B. die Studentin Lisa Bochsler aus Zürich: Sie wird für drei Monate im Projekt von Agraringenieur und COMUNDO-Fachperson Wuéster Mercado in Peru mitwirken. «Ich freue mich darauf, mit Kleinbauern in den Anden in Kontakt zu kommen und zu erfahren, wie sie die Welt sehen. Da ich Agrarwissenschaften studiert habe, interessiere ich mich für ihre traditionellen Anbauformen. Um auf über 3000 Meter Höhe Nahrungsmittel zu produzieren, braucht es umfassendes Wissen und genaue Kenntnisse der lokalen Umweltbedingungen. Und natürlich bin ich auch gespannt, wie Wuéster Mercado mit den Kleinbauernfamilien zusammenarbeitet und sie bei der Sicherung ihrer Lebens- und Ernährungsgrundlagen unterstützt». Salome Berz aus Horw hat kürzlich ihre Ausbildung als Sekundarlehrerin abgeschlossen und wird sich in Sambia in einem Ausbildungsprojekt für Jugendliche engagieren: «Bevor ich jungen Menschen in der Rolle als Lehrperson Ratschläge erteile, möchte ich selbst noch mehr Lebenserfahrungen sammeln und herausfinden, wie ich mit anderen Mentalitäten und Wertvorstellungen umgehen kann», sagt sie.

Gut vorbereitet ins Praktikum
Mit dem Praktikum blicken die jungen Erwachsenen einer herausfordernden Zeit entgegen. «Damit sie ihre Erlebnisse in einem anderen kulturellen Kontext einordnen können, legen wir Wert auf eine sorgfältige Vorbereitung», sagt Sabine Hunger, Leiterin des HOPLAA-Praktikums bei COMUNDO. «Im Vorfeld organisieren wir drei Wochenenden, an denen wir gemeinsam die eigene Lebensweise reflektieren und uns mit Themen wie z.B. Interkulturalität auseinandersetzen.» Das HOPLAA-Praktikum hat zum Ziel, zum Nachdenken über globale Zusammenhänge und die konkreten Auswirkungen der Globalisierung anzuregen und die Teilnehmenden für verantwortungsvolles Denken und Handeln zu sensibilisieren.

Das HOPLAA-Praktikum
HOPLAA steht für Hospitations-Praktikum Lateinamerika Afrika Asien. Das Bildungsangebot von COMUNDO richtet sich an junge Menschen zwischen zwanzig und dreissig Jahren, die in einem fremden kulturellen Kontext Erfahrungen sammeln und andere Realitäten kennen lernen möchten. Weitere Informationen unter www.comundo.org/hoplaa.