Engagiert für Frauenrechte in Kolumbien

Auch nach dem Friedensabkommen geht es in der kolumbianische Pazifikregion noch nicht wirklich friedlich zu und her. COMUNDO-Fachperson Juliette Schlebusch zeichnet in ihrem aktuellen Rundbrief ein ernüchterndes Bild über die Situation vor Ort: Nach wie vor gibt es Gewaltausbrüche von Paramilitärischen Gruppierungen und Polizeieinheiten. Umso ermutigender ist ihr Porträt über Noira Candelo Riascos, die sich seit drei Jahren für die Rechte und Bildung von Frauen einsetzt.

Flussreise

Im Jahr 2014 gründete die umtriebige Kolumbianerin die Frauenorganisation Asomamiwata. Mittlerweile ist diese Vereinigung auch Mitglied bei Coconauca, der Partnerorganisation von COMUNDO, bei welcher Juliette Schlebusch im Einsatz ist. «Ohne Zweifel ist Noira die treibende Kraft. Sie motiviert die Frauen, schreibt bis spät in die Nacht Projektanträge und nimmt lange Flussreisen auf sich, um auch den Frauen in den entlegenen Dorfgemeinschaften das Bildungsangebot Asomamiwatas nicht vorzuenthalten», beschreibt Juliette Schlebusch Noira Candelo Riascos' Engagement und bemerkt: «Wohl gemerkt tut sie das in ihrer Freizeit, denn hauptberuflich ist sie alleinerziehende Mutter, Immobilienbesitzerin und Inhaberin eines Geschäfts für Baubedarf.»

So ist im Rundbrief auch über die unlängst gegründete Menschenrechtsschule zu lesen, die Juliette Schlebusch im Rahmen ihres Einsatzes bei Cococauca, der Partnerorganisation von COMUNDO, gemeinsam mit Asomamiwata aufgebaut hat; deren Angebot findet grossen Anklang bei den Frauen in der Region von López de Micay.