Der Gender-Feindlichkeit in Peru die Stirn bieten

In Peru rüsten ultrakonservative evangelikale Gruppen gegen die «Gender-Ideologie» und damit gegen die Geschlechtergerechtigkeit. Gemäss Sandra Lassak, COMUNDO-Landeskoordinatorin in Peru, werden die meisten dieser Bewegungen von evangelikalen Kirchen aus den USA finanziert.

Unter dem Motto «No te metas con mis hijos» (Finger weg von meinen Kindern) haben Vertreter/innen dieser Kreise anfangs März 2017 Tausende von Menschen auf die Strassen gebracht, um gegen die vermeintliche «Gender-Ideologie» zu protestieren. Mit falschen Fakten und Argumenten wie «mit Gender würden Geschlechter aufgelöst, Kinder dazu getrieben, ihre Geschlechtsidentität zu wechseln, Homosexualität forciert und Kinder zum Geschelchtsverkehr anmiert» würde die Gender-Gegner auf den nationalen Lehrplan abzielen, der sich mit Gender als einem seiner Transversalthemen für die Förderung einer gleichberechtigten Bildung von Jungen und Mädchen ausspreche, schreibt Sandra Lassak in ihrem aktuellen Rundbrief.

Darin bedauert sie auch, dass sich die katholische Kirche nicht ausreichend von dieser Kampagne distanziere. Angesichts der gender-feindlichen Konjunktur sieht sich die COMUNDO-Fachperson herausgefordert, weiterhin für die Themen Geschlechtergerechtigkeit und Frauenförderung einzustehen. – Mehr über die Hintergründe und die aktuelle Situation im Gender-Bereich und was Sandra Lassak im Rahmen der Asociación educativa teológica evangélica (AETE), der Partnerorganisation von COMUNDO, dagegen unternimmt, lesen Sie in ihrem aktuellen Rundbrief.