Neue Fachpersonen brechen in den Süden auf

Elf Frauen und Männer reisen demnächst als COMUNDO-Fachpersonen in verschiedene Länder der Welt aus, um sich gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort für mehr soziale Gerechtigkeit und bessere Lebensbedingungen einzusetzen.

Fachpersonen Ausreise 2 2017

V.l.n.r. oben: Melanie Gfeller, Elisabeth Schubiger, Ute Sauer, Julia Schmidt, Mona Schmidt, Martin Wanner. Unten: Jonas Rüger mit Zoe, Silvia Ramirez mit Maya, Anton Oberle, Sandra Wechner, Valerie Thurner. Bild: Marcel Kaufmann, COMUNDO

Im November 2017 sind die zukünftigen Fachpersonen auf der Geschäftsstelle von COMUNDO in Luzern während drei intensiven Wochen auf ihren dreijährigen Einsatz bzw. ihr einjähriges Praktikum in Lateinamerika, Afrika und in den Philippinen vorbereitet worden.
 
Elisabeth Schubiger, 32, Sozialanthropologin und Damenschneiderin: Frauenförderung in Kenia
«Es wird ein grosses Abenteuer», sagte Elisabeth Schubiger im Hinblick auf ihren einjährigen Einsatz im Mercy Vocational Training Centre in Chepararia, Kenia. Ab März 2018 arbeitet die Solothurnerin für das lokale Berufsbildungszentrum. «Mich für die Wertschätzung der beruflichen Ausbildung von jungen Frauen einzusetzen, ist mir ein grosses Anliegen.» Elisabeth Schubiger wird zusammen mit der lokalen Schulleiterin Ausbildungskonzepte sowie die praktische Umsetzung weiterentwickeln.
 
Anton Oberle, 31, HLK-Ingenieur/Gebäudetechnik: Besserer Lebensstandard für Indigene in Peru
Ab Januar 2018 ist Anton Oberle für die Partnerorganisation «Centro Guaman Poma de Ayala» in Cusco tätig. Ihr Ziel ist, der indigenen Bevölkerung in ländlichen Gebieten und in legalisierten Siedlungen am Stadtrand zu mehr Wohnkomfort zu verhelfen – etwa durch die Installation rauchfreier Holzkochherde oder durch Intervention bei der Stadtverwaltung zur Legung von Wasserleitungen zu den Häusern, zur Nutzung erneuerbarer Energien und zur Schaffung von Grünzonen. «Es ist eine Tätigkeit, hinter der ich stehen kann und hinter der ich einen Sinn sehe», sagt er über seinen Einsatz mit COMUNDO.
 
Melanie Gfeller, 29, Tourismusfachfrau: Tourismusförderung in Nicaragua
Bereits kurz nach den Festtagen geht es los: Melanie Gfeller aus Bern reist im Januar 2018 nach Nicaragua aus, um bei einer kommunalen Tourismuskooperative in Somoto ein einjähriges Praktikum zu absolvieren. «Dieses Projekt sprach mich sehr an, da es darum geht, nachhaltigen Tourismus im Einklang mit der Natur zu fördern und zugleich die lokalen kulturellen Werte zu vermitteln», so die Tourismusfachfrau. Sie  wird zusammen mit lokalen Berufskolleg/innen insbesondere spezifische Vermarktungskonzepte weiterentwickeln.
 
Silvia Ramírez Arce, 34, Sozialpädagogin und Konfliktberaterin, und Jonas Rüger, 37, Kommunikations-und Konfliktberater: Unterstützung der indigenen Bevölkerung in Kolumbien
Ab Januar 2018 leben die sechsjährige Maya und die dreijährige Zoe mit ihren Eltern Silvia Ramírez Arce und Jonas Rüger für drei Jahre in Popayán, wo diese mit dem «Consejo Regional Indigena del Cauca», Regionalrat und Partnerorganisation von COMUNDO, zusammenarbeiten. Diese unterstützt die indigenen Gemeinden in der Region Cauca in der Selbstverwaltung und in der Wahrung und Ausübung ihrer Rechte. Die beiden Fachpersonen wirken u.a. im Projektmanagement, im Jugendprogramm und in der Konflikttransformation mit.
 
Julia Schmidt, 37, Journalistin: Medienarbeit in Kolumbien
Für ihren Traum, einmal einen Einsatz in der Entwicklungszusammenarbeit zu leisten, hat Julia Schmidt aus Mainz ihren Job als TV-Redakteurin beim ZDF aufgegeben. Nun freut sie sich auf ihre Aufgabe bei der «Fundación Chasquis» in Bogotá, wo sie ab Februar 2018 Videos für Social Media produzieren wird. Die Partnerorganisation von COMUNDO will mit ihrer Medienarbeit benachteiligten Gruppen eine Stimme geben und Themen, die in nationalen Medien kaum vorkommen – z.B. Bergbau und die Folgen davon – im Land selber, aber auch international Gehör zu verschaffen.
 
Martin Wanner, 28, Übersetzer, MAS in Europastudien: Stärkung der indigenen Bevölkerung in Peru
Was Martin Wanner aus dem sankt-gallischen Jona erwartet, tönt rau – nicht nur klimatisch: Menschenrechtsverletzungen wie fehlender Zugang zu Wasser, medizinischer Versorgung oder Bildung, Landrechtsverletzungen, Umweltverschmutzung sind allgegenwärtig. Diese Thematiken anzugehen und gemeinsam «auf Augenhöhe» mit den Betroffenen Lösungen für mehr Selbstbestimmung zu finden, wird seine Hauptaufgabe sein beim Engagement bei «Ideca», der Partnerorganisation von COMUNDO in Puno.
 
 
Ute Sauer, 56, Architektin und Schreinermeisterin:  Förderung eines sanften Tourismus in Nicaragua
Ab Januar 2018 kann die Bauernvereinigung UCANS auf die Unterstützung von Ute Sauer aus Fritzlar (D) zählen. Ihr gemeinsames Ziel besteht darin, in der Region des «Geoparque Rio Coco» einen sanften Tourismus zu fördern und für die Kleinbauernfamilien neue Einkommensquellen zu finden. Der Canyon von Somoto könnte demnächst von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt werden. Davon sollen nicht nur einzelne Investoren profitieren. Dabei möchte Ute Sauer auf den Ideen der Menschen vor Ort aufbauen und nicht einfach von aussen etwas vorgeben.
 
Mona Schmidt, 34, Sozialpädagogin und Pflegefachfrau: Familienarbeit in den Philippinen
Ab Februar 2018 wird Mona Schmidt das «Apostolische Vikariat Bontoc-Legawe» in der Familien- und Jugendarbeit unterstützen. Die Gegend ist betroffen von Landflucht; viele Jugendliche aus der Region verlassen mangels Zukunftsperspektiven ihre Dörfer. Die COMUNDO-Fachperson wird zusammen mit ihren Kollegen/-innen vor Ort für die oft sehr einkommensschwachen Familien neue Wege der nachhaltigen Finanzierung suchen. «Gemeinsam kann man viel mehr schaffen», freut sich die Kölnerin auf Ihren Einsatz.
 
Sandra Wechner, 29, Politologin: Stärkung von sozial benachteiligten Frauen in Bolivien
Seit einigen Monaten engagiert sich Sandra Wechner im Rahmen eines Praktikums bei «Fundación Levántate Mujer» in El Alto, nun hat sich daraus ein dreijähriger Einsatz ergeben. Sie unterstützt wirtschaftlich und sozial benachteiligte Frauen dabei, dank der Gründung eines kleinen Unternehmens auf eigenen Beinen zu stehen. Ein weiteres Aufgabenfeld der Politologin mit Wurzeln in der Schweiz und in Deutschland ist die politische Bildungsarbeit. Viele Frauen möchten nicht nur ihre persönliche Situation verbessern, sondern auch zu einem sozialen Wandel beitragen.
 
Valerie Thurner, 41, Journalistin: Stärkung einer Organisation zum Wohl von jungen Menschen mit Behinderung in Kenia
Mitte Dezember 2017 ist Valerie Thurner aus Zürich nach Nairobi ausgereist, um «Action Network for the Disabled Youth» bei der Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. Die Partnerorganisation von COMUNDO hat die Vision einer barrierefreien Gesellschaft und bietet jungen Erwachsenen mit und ohne körperliche Behinderung ein inspirierendes Umfeld, um sich zu begegnen und gemeinsam aktiv zu sein. Auch fördert sie Arbeitsintegration, sensibilisiert Unternehmen und setzt sich für einen besseren Zugang zu Mobilität ein.
 
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